13.10.2011 / EXKLUSIV/ Luxair-Prozess: Die letzten Minuten im Cockpit (Teil II)
"Wenn‘s dann in die Hose geht, können wir sorry sagen..."
Gestern veröffentlichten wir die fünf ersten Seiten des Protokolls des Voice-Recorders des Luxair Todesfluges LGL 9642 aus Berlin, bei dem am 6. November 2002 am Flughafen Findel inn Luxemburg 20 Menschen ums Leben kamen. Dieser Crash hat jetzt (endlich) ein gerichtliches Nachspiel für sieben Angeklagte und er wird voraussichtlich wenigstens 24 Verhandlungstage dauern. Im Mittelpunkt des Geschehens: Das, was in den letzten Minuten vor dem fatalen Absturz im Cockpit geredet wurde.
Die Maschine nähert sich dem Flughafen, gerät offenbar immer mehr in Turbulenzen. Der Kapitän zum Co-Piloten: „Hast Du den Leuten schon was gesagt?“ Antwort: „Nein.“
Dann geht es zwischen den Männern hin und her. Der Pilot: „Du musst aber was sagen.“ – „Ich muss gar nichts.“ - „Wie, Du musst nichts?“ – „Du fliegst!“ – „Aber Du machst die Durchsage.“ – „Was soll ich sagen“ – „Ja, wie das Wetter ist blablabla. Wenn‘s dann in die Hose geht, können wir sorry sagen und dann sage ich eh etwas, wenn es schief geht.“
Teil 3 erscheint Morgen


