19.01.2012 / EXKLUSIV/ 48 670 Gesundheitsakten "geklaut" - Piratenpartei: „Hacker gab keine Daten weiter“
Er wollte nur auf Sicherheitslücke aufmerksam machen
Exklusivbericht aus unserer Redaktion
Viel Aufregung in der institutionellen Presse in Luxemburg um nichts? Nach dem „Datenklau“ von 48.670 sensiblen Gesundheitsakten von Sportlern durch einen Hacker, liegt offensichtlich kein Diebstahl der Daten vor. Sven Clement, Chef der Piratenpartei, zu "Privat": „Der Hacker hat sich absolut korrekt verhalten. Er hat die Daten nicht runtergeladen, nicht kopiert, sondern nur gezählt. Dann hat er die dem Staat gemeldet.“
Clement ist sicher, dass der Hacker nur auf diese eklatante Sicherheitslücke bei der staatlichen Datenspeicherung aufmerksam machen wollte. „Mir ist es unbegreiflich, wie solch persönlichen Daten so ungeschützt verwaltet werden können. Ein Passwort reicht, um an Krankenakten zu kommen. Es stellt sich die Frage, ob man unserem Staat überhaupt nach trauen kann, sensible Daten zu speichern“, so Sven Clement. Die Piratenpartei hat angesichts der kommenden Datenbank-Projekte des Staates, wie die Schülerdatenbank, der digitale Personalausweis sowie personenbezogene Datenbanken bei Gemeinden, heftigste Bedenken.


