29.08.2010 / Die unfähigen Sesselfurzer von der Post

Der Sonntagskommentar aus unserer Redaktion

Das ist ganz einfach eine Schande! Die Einstellung, die Arbeitsmoral und das Engagement der Sesselfurzer, die bei der nationalen Post den Ton angeben, gehen nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. Es sei sofort festgehalten: den kleinen Beamten oder Arbeiter trifft generell keine Schuld. Was man allerdings nicht von den kleinen und dicken Bonzen dieses Betriebes sagen kann. Entweder sind diese Leute unfähig und doof oder träge und faul. Da gibt es kein Zwischenmaas.

Unzählige Male mussten unsere Zeitung oder ihre Leser sich bereits über die Dreistigkeit und Dummheit der Postdirektion und ihrer Vasallen aufregen. Das, was allerdings am letzten Wochenende Sache war und symptomatisch für das Verfaulen dieser Verwaltung ist, schlägt dem Fass den Boden aus. « Schamlos, verantwortungslos, penibel und faul». Das sind die Worte, mit denen ein Leser sich am letzten Samstag am Telefon Luft über unsere Post gemacht hat. Der Grund des Ärgers: das schändliche Versagen der P et T beim Web-Kundendienst. Der entrüstete Leser hat einen kleinen Handwerksbetrieb in der Gemeinde Steinfort. Aufträge kommen per Mail rein, die Zusammenarbeit mit dem Buchhalter erfolgt ebenfalls auf elektronischem Wege und übers Wochenende wickelt der Meister seine Finanzgeschäfte übers Internet ab. „Große Sorgen machte ich mir nicht, als am Freitagnachmittag plötzlich die Verbindung zum Web weg war“, schreibt der Mann. Als ich am Samstagmorgen allerdings in meinem Büro ankam und feststellte, dass nichts funktionierte, habe ich die Helpline der Post angerufen, wo man mir sagte, es sei eine Karte –was immer das auch sein mag- in der Zentrale unserer Ortschaft kaputt. Da es aber nur eine Karte mit nicht zu vielen Abonnenten sei, würde nichts bis Montag unternommen. Das ist einfach eine Schweinerei!“

Das ist es auch! Und auch unser Betrieb war von dieser Panne betroffen. Wir haben in solch einem Fall eine Notlösung parat, die zwar ziemlich viel Aufwand fordert, es unserer Redaktion aber erlaubt, weiter, wenn auch umständlicher, zu arbeiten. Auf solche Lösungen konnten aber letztes Wochenende von freitags bis montags keine normalen Internetnutzer zurückgreifen. Auch wir hörten uns bei der Post gegen 16 Uhr am Freitag um, was denn los sei. Nette und hilfsbereite Mitarbeiter versuchten zu helfen. Einer von ihnen hing sogar noch Freitagabend während anderthalb Stunden mit unserem Informatiker am Telefon rum, um die Panne, die ja nur beim Kunden sein konnte, zu beheben. Und fand das Problem schließlich im wahrscheinlich defekten Postmodem, das dann von uns am Samstagmorgen in einer Teleboutique ausgewechselt wurde. Erfolglos. Erst dann bemerkte die Post, dass es doch eine generelle Panne geben würde. Nur, wie bereits vom erwähnten Handwerker festgestellt, betraf diese Panne nicht genügend Anschlüsse, um einen Mann vom Notdienst nach Steinfort zu schicken und diese Karte auszuwechseln. Es hätte eine gute halbe Stunde Zeit gekostet. Nicht mehr! Aber die Techniker DURFTEN nicht rausfahren und reparieren! Einige Haushalte blieben also während zweieinhalb Tagen ohne Internetanschluss. Jede Privatfirma, wie zum Beispiel auch die Kabelfernsehgesellschaften, hätte ihre Kunden nicht im Stich gelassen. Also, lieber Leser, aufgepasst: ob „Telé vun der Post“, Internet oder sonst was. Wenn’s einmal nicht funktioniert, lässt sie die Post, aus Unvermögen und Faulheit, im Rege stehen. Lieber, wenn es nur geht, zu einem anderen Anbieter wechseln oder gehen.

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