21.01.2012 / Beängstigende Zustände in Luxemburgs Ministerien!

Schlampiger Umgang mit möglichem Datenklau, auch nachdem der „Hacker“ den Staat informiert hatte!

Eigenbericht aus unserer Redaktion

Jetzt hat sich der Mann, der den Skandal um die Sorglosigkeit bei Passwörtern im Centre médico-sportif in Luxemburg ans Tageslicht brachte, zu Wort gemeldet. Und wird wohl, trotz seiner Anonymität, sehr schnell ausfindig zu machen sein! Denn er behauptet, das inzwischen berühmt berüchtigte Passwort rein zufällig gesehen zu haben, „bei einem Termin beim Service médico-sportif. Sie haben mich allein im Raum warten lassen. Da habe ich mich umgeschaut und - wie wahrscheinlich tausende anderer Patienten vor mir - das Passwort auf dem Computer kleben sehen. Ich hab es ausprobiert und es funktionierte“. So viele Menschen werden wohl nicht in den letzten vierzehn Tagen dort vorbeigeschaut haben.

Aber es kommt noch besser: „Dann habe ich mich an die Regel gehalten und die zuständige Institution beim Staat darüber informiert“, so der neugierige Surfer. „Sie haben mir bestätigt, dass sie die Nachricht erhalten haben. Dann habe ich der Regierung 13 Tage Zeit gelassen, die Lücke zu schließen, bevor die Geschichte an die Öffentlichkeit ging. Ich hätte die Daten auch bei Wikileaks hochladen können. Aber das hätte keinem geholfen“.

Wichtig ist hier, dass der jetzt bereits verklagte Mann der Regierung 13 Tage Zeit ließ, das Sicherheitsleck zu schließen, ehe er an die Öffentlichkeit gehen wollte. In anderen Worten: Die Sorglosigkeit ging auf Regierungsniveau munter weiter und so wurde die Sache publik. Beängstigende Zustände in unseren Ministerien!

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