03.02.2012 / Bankgeheimnis: Druck auf Luxemburg wächst

Der schleichende Tod des Finanzplatzes rückt immer näher

EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta macht Druck auf Österreich und Luxemburg für den automatischen Informationsaustausch. Drittstaaten wie die Schweiz dürften nicht als Entschuldigung für schwächere Regeln hinhalten, sagte er heute Freitag in einem Interview.

Österreich und Luxemburg blockieren seit Monaten die Verabschiedung eines Mandats, das die EU-Kommission dazu berechtigen würde, mit der Schweiz und anderen Drittstaaten Verhandlungen in Steuersachen zu führen. Dabei geht es um die Erweiterung des Anwendungsbereichs in den bilateralen Zinsbesteuerungsabkommen sowie die Einführung des Informationsaustausches nach OECD-Standard (auf Anfrage).

Die beiden EU-Länder fürchten solche Verhandlungen, da sie in der Folge ihr Bankgeheimnis abschaffen müssten. Und es zeichnet sich kein Einlenken der beiden Länder ab: Erst am Donnerstag blockierten sie in einer vorbereitenden Sitzung für den nächsten EU-Finanzministerrat das Dossier erneut.

Diese Meldung erschien in Luxemburg zuerst auf dieser Webseite

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