02.03.2010 / Aufgeflogener Prostituiertenring vor Gericht
Prostituierten und Transsexuelle kamen illegal extra aus Brasilien nach Luxemburg
Von unserem Reporter, direkt und exklusiv aus dem Gerichtssaal
Dem Angeklagten Guy W. wird von der Staatsanwaltschaft vorgewurfen in Luxemburg Stadt mehrere Adressen mit Wohnungen zu besitzen, die für Prostitution vermietet werden. Diese Wohnungen standen Prostituierten und Transsexuelle die illegal extra aus Brasilien nach Luxemburg kamen, berichtete ein Ermittler während der Sitzung. Der Angeklagte würde des weiteren über eine Firma Immolux Mietverträge zwischen 1000 und 1500€ pro Monat pro Wohnung abschliessen.
Laut Aussage vom Ermittler Joë Wisseler, der die Ermittlungen in diesem Fall seit 2004 führt, hatte der Angeklagte wohl öfters mit Prostituierten Streitsituationen, da er von diesen zusätzlich noch wöchentlich 500 biss 1000 Euro extra forderte und diese Summen inklusive Miete immer Cash auf die Hand kassierte., was anhand von Telefonfangschaltungen der Polizei zu ermitteln war. Eine der Prostituierten erstattete schliesslich Anzeige gegen W., andere wollten laut Polizei nicht aussagen weil sie Angst vor dem Vermieter hatten. Die Wohnungen befinden sich in der rue de Bonnevoie und in der rue de Strasbourg, sowie auf Kirchberg in der rue Léon de la Croix.
In diesem Kontext soll W. mit Nicolas H. in Kontakt gewesen sein, welcher einen organisierten Prostituiertenring über die Schweiz, Luxemburg, Belgien und Frankreich führt. H. habe immer den Transport von Brasilien nach Luxemburg organisiert und die Verträge für die Prostituierten mit Winandy arrangiert. H. selbst wurde in Frankreich wegen Prostitution verurteilt und inhaftiert.
Polizeikommissar Wisseler sprach auch noch von Bankkonten auf die jeden Monat beträchtige Summen bar eingezahlt wurden. In welchem Zusammenhang W. nun wirklich mit dem Prostituiertenring steht, werden die nächsten Prozesstage vielleicht ans Tageslicht bringen.

