24.01.2012 / Armes Luxemburg? Macht diese Ausstellung für Politiker zur Pflicht!
Denn sie wissen nicht, was wirklich im Ländchen Sache ist
Eigenbericht aus unserer Redaktion
Diese sehenswerte Ausstellung dürfte den Politikern weh tun! Sie zeigt die Armut in Luxemburg, heute wie gestern. „Es werden Not und sozialer Ausschluss, wie sie heute hinter der ‚reichen‘ Fassade Luxemburgs existieren, offengelegt“, so Marie-Paule Jungblut, Historikerin und Ausstellungskuratorin am „Musée d’Histoire de la Ville de Luxembourg“.
Hier geht es nicht um die nackten Zahlen, die allein schon weh tun. Hier geht es um menschliche Schicksale hinter einem gesellschaftlichen Problem. Wenige Luxemburger werden immer reicher, viele Luxemburger immer ärmer. 45 Prozent der Haushalte in Luxemburg gelten laut Statistik-Amt Statec bereits als armutsgefährdet. Jedes Jahr steigt diese Zahl um rund ein Prozent.
Rund jeder siebte Luxemburger gilt laut offizieller Definition bereits als „arm“. Der Statec zufolge verdienen 13,4 Prozent der Luxemburger weniger als den Sozialhilfesatz von 1.546 Euro. Trotz der eindeutigen Fakten beharren Luxemburgs Politiker darauf, dass Armut ein Randphänomen ist. Deshalb macht diese Ausstellung für Politiker zur Pflicht!


