01.02.2012 / Affäre Becca: Hausdurchsuchung Nummer 2 hätte eigentlich gar nicht sein müssen
Justiz: Unterentwickelte Informationspolitik für institutionelle Presse
Eigenbericht aus unserer Redaktion
Am vergangenen Mittwoch gab es erneut Hausdurchsuchungen bei Flavio Becca. Die ersten Presseberichte darüber erschienen in Luxemburg zu Beginn des vergangenen Wochenendes, unter anderem auch bei luxprivat.lu. Beim „Wort“ wollte man allerdings auf Nummer Sicher gehen und berichtete einige Tage später, dass man bei Justizsprecher Eippers nachgefragt hätte und dieser –jetzt kommt der Scoop- die Information bestätige! Und was sagte Eippers, der „Sprecher“, noch zum „Wort“? „Ob es sich dabei nur um Firmenbüros handelte oder auch Privaträume durchkämmt wurde blieb offen“. Oder: Material wurde beschlagnahmt. „Angaben dazu, um was es sich dabei genau handelte, also etwa Computer, wurden keine gemacht“.
Ob man für solche Bestätigungen, die fünf Tage alt und von gähnender Leere sind, überhaupt einen „Sprecher“ braucht, ist äußerst fraglich. Wenn man die Informationspolitik der Justiz in Luxemburg mit der unserer Nachbarländer vergleicht, dann ist die Bezeichnung „unterentwickelt“ noch zu lobenswert für Luxemburg.
Übrigens: Exklusives Fazit der Becca- Hausdurchsuchungen Nummer 2, sowohl in den Büros des Unternehmersd als in seinem Domizil: Beschlagnahmung von zusätzlichen Daten (sowohl Papier als auch Informatik), die bei den ersten Hausdurchsuchungen bereits vorhanden waren, allerdings nicht mitgenommen wurden.


